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Podcast-Folge

Tipps & Tricks für der Wahl des richtigen Domainnamens für die Praxiswebseite

Was ist der richtige Name für eine Praxis-Domain? Wie wählt man diesen sinnvoll aus und sind Keyword – Domains heute noch wertvoll und verhelfen automatisch zu besseren Rankings bei Google? Worauf es bei der Domainwahl ankommt, ob Du auf vermeintliche Schnäppchen Angebote bei angebotenen Domains eingehen solltest und welche Fehler Du vermeiden solltest, erfährst Du in dieser Folge.

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Aus dem Inhalt dieser Episode:

Die Wahl des richtigen Domainnamens 

Immer wieder kommt im Bereich des Digitalen Praxismarketings die Frage auf, welchen Domainnamen man wählen sollte, wenn man zum Beispiel noch keinen hat, weil man gerade erst vor der Gründung steht. Ein Kunde hat mir gerade eine Mail weitergeleitet, bei dem ihm eine Domain angeboten wurde. Konkret ging es um eine Keyword Domain, also eine Domain bei dem das Wort Zahnarzt enthalten war und auch der Ort der Praxis. Diese E-Mail lautete gemäß „Wir haben ein super Angebot für Sie, diese Domain ist frei, Sie können die gegen ein Gebot oder gegen einen Festpreis erwerben.“ Es wird dann auch angepriesen, dass dieser Keyword Domain Name auch zu einem besseren Google Ranking führt. Genau darüber wollen wir reden: worauf kommt es bei der Wahl des Domainnamens an und stimmt der Mythos des besseren Rankings? Sollte man sie kaufen, was macht man mit Domains, die man schon lange im Portfolio hat?

  1. Was ist eine Domain und welche Arten gibt es?
  2. Eine freie Domain finden
  3. Den richtigen Domainnamen finden
  4. Keyword Domain: helfen sie wirklich beim Google Ranking?
  5. Die Vorteile einer älteren Domain
  6. Fazit

1. Was ist eine Domain und welche Arten gibt es?

Bei einer Praxisneugründung oder auch Umstrukturierung steht man vor der Frage: soll ich für meine Praxiswebsite eine neue Domain und welche Domain wählen? Erstmal vorab: was ist eine Domain? Es ist die Adresse, unter der man eine Internetseite erreichen kann. Wir sprechen auch von URL, das heißt Uniform Ressource Location und ist die eindeutige Adresse, wo die Website aufgerufen werden kann. Das ist dann auch in der Regel die Adresse, die man kommuniziert auf, auf Visitenkarten, auf Kontaktmaterialen, um dann dort die Nutzer hinzuleiten und dort eben die eigene Praxis und das Angebot vorzustellen. Da ist dann häufig die Frage, wie der Domainname lauten soll? Grundsätzlich stellt sich die Frage: habe ich schon einen Praxisnamen? Wenn ich gerade in der Gründung stecke, ist das vielleicht noch unklar. Dann ist der Domainname natürlich auch ein Riesenthema. Aus meiner Sicht gibt es grob 3 Kategorien: einmal die sogenannten Keyword Domains, bei denen Begriff und Ort drin sind. Dann gibt es sowas wie den genauen Brandnamen, vielleicht hat man eine virtuelle Marke erzeugt. Oder es gibt die Möglichkeit, den Namen des Inhabers zu nehmen, wie beispielsweise praxisdrschmidtbonn.de – das sind so grob die Möglichkeiten, die es gibt.

2. Eine freie Domain finden

Gerade, wenn man in der Umbenennung oder Neugründung steckt, stellt sich die Frage, welche Domain noch vorhanden ist. Bevor ich also einen Namen auswähle oder einen Brandnamen entwickele, sollte ich das prüfen. Wo kann man das tun? Wenn man eine .de Domain reservieren möchte – es gibt aber auch zahlreiche internationale und andere Endungen – dann sollte man schauen, ob diese noch vorhanden ist. Man sollte darüber hinaus aber auch prüfen, ob andere Versionen – beispielsweise mit Bindestrich – noch frei sind. Auch sollte man nach anderen Endungen schauen: ist die gesuchte Domain mit Endung .com noch frei? Das ist ganz wichtig. Wenn man einen schönen Namen gefunden hat und sich eine Domain reserviert, jedoch nicht die anderen Domains drumherum, dann läuft man Gefahr, dass Wettbewerber oder andere sich diese Domains schnappen und den ein oder anderen Besucher abfangen, der sich dort verirrt. Man muss wissen, dass eine .de Domain in Deutschland von der Denic vergeben wird. Es gibt dann noch zahlreiche Anbieter wie Strato, 1&1 und viele mehr, die sozusagen in deinem Auftrag eine Domain bei der Denic reservieren. Ein kleiner Exkurs: Du solltest darauf achten, dass du immer als Inhaber deiner Domain eingetragen wirst. Es kommt vor, wenn du einen externen Berater, eine Agentur oder einen Freelancer deine Domain einrichten lässt, dass diese Domain auf den externen Partner angemeldet wird. Da solltest du stark drauf achten, denn wenn es irgendwann zu Problemen, Streit oder Ärger kommen sollte, dann kannst du im schlimmsten Fall die Inhaberschaft verlieren beziehungsweise kommst du in die Verlegenheit, diese zu beantragen. Da gibt es viele unangenehme Fälle, auch wenn Firmen beispielsweise pleitegehen und Domains einfach konfisziert und freigegeben werden. Also ganz wichtig, eine Topempfehlung von mir: sieh zu, dass du deine Domainnamen in deinem Namen oder im Namen deiner Praxis registrierst und dich als Inhaber eintragen lässt. Man kann davon ausgehen, je nachdem, wo man sich registriert und welche Endung man hat, liegen die Preise pro Domain pro Jahr bei 7, 10, 20, 30 Euro – je nachdem, was für eine Domain das ist und wo man sie anfordert, gibt es sehr unterschiedliche Preise. Da muss man individuell entscheiden, was für einen selbst am besten passt. Es bietet sich an, denselben Anbieter zu nutzen, bei dem man auch seine E-Mails verwaltet. Man kann das Ganze auch trennen, das ist allerdings technisch etwas komplizierter. Auch noch ganz wichtig: wenn du die Domain beispielsweise bei 1&1 registrierst, heißt das nicht, dass deine Website auf einem anderen Server, zum Beispiel auf dem Server der Agentur, liegen kann. Man kann die Domain dahin lenken, aber wichtig ist, dass die Domain in deiner Kontrolle bleibt und du jederzeit entscheiden kannst, was mit der Domain passiert.

Der erste Punkt ist also, zu schauen: ist das, was ich mir vorstelle, überhaupt noch frei? Kann ich darum herum auch andere Varianten und Top Levels reservieren? Darüber hinaus muss man schauen, dass man keine Rechte von Dritten verletzt. Nicht, dass du dir beispielsweise einen Namen reservierst, der aus Sicht des Markenschutzes ein Problem bringt oder bei dem mit anderen Ärzten Probleme entstehen. Es gab auch eine Zeit, in der es Ärzten untersagt war oder es abmahnbar war, wenn man eine Keyword Domain hatte wie „zahnarztbonn“ oder wenn man so etwas wie „derbestezahnarztbonn“ hatte, weil man damit den Eindruck erweckt hat, man wäre der einzige oder der beste Zahnarzt in Bonn. So etwas ist auch heute noch nicht in dem Sinne erlaubt, aber da sollte man sich im Zweifelsfall von einem Anwalt beraten lassen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass du da alle rechtlichen Aspekte beachtest.

3. Den richtigen Domainnamen finden

Wie sollte ein Domain Name also lauten? Die Faustregel ist, neben all‘ den oben genannten Dingen, dass der Domainname leicht auszusprechen ist, leicht einzutippen ist und auch leicht zu buchstabieren ist. Zudem sollte die Domain kurz und aussagekräftig sein. Sobald die Schreibweise unklar ist oder im schlimmsten Fall mit Umlauten hantiert wird, steigt das Risiko, dass jemand, der die Domain in die Browserleiste eintippt, sich vertippt, einen Fehler macht und woanders landet. Das ist ein ganz wichtiges Kriterium, auf das man achten sollte. Das heißt, man muss sich sehr genau überlegen, was man da wählt. Aber im Grunde gilt: möglichst kurz, möglichst aussagekräftig, möglichst einfach und eben auch unverwechselbar.

Jetzt stellt sich die Frage: gehe ich eher auf eine Brand Domain – wenn meine Praxis beispielsweise einen Fantasienamen hat, nehme ich dann so eine Domain – oder ist es möglich, auf eine Keyword Domain zu gehen? Gibt es da Vorteile? Hier ist vor allem erstmal zu sagen: es gibt immer Vor- und Nachteile. Wenn man beispielsweise eine Domain hat wie praxisdrmustermanninbonn.de, dann ist das grundsätzlich eine gute Entscheidung. Noch besser ist es, wenn man die Gattung, also beispielsweise zahnarztpraxismustermannbonn.de, mit einbringt. Das ist gut, wenn es eindeutig ist und da keine große Verwechslungsgefahrbesteht. Auf der anderen Seite, gerade im Hinblick darauf, dass man eine Praxis auf lange Sicht vielleicht an einen Nachfolger verkaufen möchte, kann es auch von Nachteil sein, wenn das Ganze sehr Namen gebunden an einen Inhaber ist. Dann hat man eine Domain, mit der der Nachfolger wohlmöglich nicht arbeiten möchte. Man muss also abwägen, was man vorhat.

4. Keyword Domain: helfen sie wirklich beim Google Ranking?

Wenn man also die Möglichkeit hat, Name und Stadt zu benutzen, die Domain noch frei ist und man weiß, dass man nicht gegen rechtliche Faktoren verstößt, dann muss man wissen: es gab eine Zeit, in der das eine Chance war, gut bei Google gefunden zu werden. Es war, denn: früher hatte man dadurch einen Vorteil, denn man wurde dadurch wirklich besser gerankt. Das war so, aber Google hat im Laufe der Jahre da einiges umgestellt. Das heißt: ich hatte früher selber sehr viele Keyword Domains. Ich habe früher viel im YouTube Bereich gemacht und hatte die ein oder andere Keyword Domain zu einigen Themen, weil das früher eine gute Chance war, um nach vorne zu kommen. Da konnte man dann gute Projekte drauf installieren und diese sichtbar machen und monetarisieren. Das Gleiche galt auch für Zahnarztpraxen und hat einen Vorteil verschafft. Aus heutiger Sicht ist es nicht mehr unbedingt so, zumindest nicht mehr direkt. Indirekt hat eine Keyword Domain in den Google Suchergebnissen eventuell mehr Aufmerksamkeit, weil die Domain nochmal direkt anzeigt, worum genau es geht. Wenn ich vielleicht nach Zahnarzt Düsseldorf gesucht habe und ich dann eine Domain mit „Zahnarzt Düsseldorf“ lese, dann wird schon aus der Domain ersichtlich, dass ich richtig bin. Das kann die Klickrate erhöhen und indirekt dazu führen, dass die Seite bei Google besser gerankt wird. Aber: allein der Domainname reicht nicht aus. Wenn die Nutzererfahrung nicht gut ist, dann hilft dir auch ein guter Domainname nicht dabei. Wenn die Seite gut ist, der Nutzer sich gut zurecht findet, dann ist die Keyword Domain zusätzlich nicht schlecht. Aber allein die Domain ist kein Kriterium, um dich nach vorne zu bringen. Ich persönlich sage dir aus meiner Sicht: falls du so eine Keyword Domain in Aussicht hast, überlege es dir gut. Es ist nicht mehr der richtige Weg, um aus Google Sicht darauf zu setzen. Es gibt bessere Möglichkeiten, um dich nach vorne zu bringen. Wichtig ist: Google legt Wert auf Brands, Google will vertrauenswürdige Marken und wenn du es schaffst, diese Signale zu senden, dann bringt dich das nach vorne. Also sage ich dir ganz klar: das Geld kann man sich theoretisch sparen. Man kann so eine Domain theoretisch für eine Landingpage einsetzen und für eine Google AdWords Kampagne nutzen, um hier einfach ein bisschen mehr Sichtbarkeit und eine höhere Klickrate zu erzeugen. Aber grundsätzlich bin ich dafür, dass eine Praxis ihren Namen zur Marke macht und das vorantreibt und dann ist es dementsprechend auch sinnvoll, wenn die Domain so heißt. Denn wenn man einen virtuellen Praxisnamen hat und diesen auf eine Keyword Domain setzt, dann ist da aus Nutzersicht ein Bruch. Sprich, ich suche nach Brandnamen A und der ist aber auf der Keyword Domain installiert. Dann zeigt mir die URL der Website etwas anderes an, als ich eingegeben habe. Wenn ich also meine Praxis und meinen Praxisnamen vorantreiben möchte, würde ich eher dazu raten, einen Namen zu wählen, der dem entspricht und das nicht mit einer generischen Keyword Domain zu kombinieren. Hier ist mein Rat: klare Tendenz zu einer persönlichen statt einer Keyword Domain.

5. Die Vorteile einer älteren Domain

Wenn man eine Domain reserviert hat, die schon viele Jahre online ist und die schon gute Nutzererfahrungen gespeichert hat, dann hat das auf jeden Fall schon einen gewissen Wert im Gegensatz zu einer jungen Domain, die sich diesen Trust noch erarbeiten muss. Die Frage ist: gibt es diese Domain schon, kann man sie kaufen, was war da bisher drauf? Oder der andere Fall, in dem man eine ganz neue, frische Domain erstellt. Ich würde immer zu einer älteren Domain hin tendieren, aber nur dann, wenn sie schon gute, wertige Inhalte hatte und bei Google schon gute Erfahrungen gestiftet hat. Das wäre meine Aussage. Also: das Domainalter war früher eindeutig ein Vorteil. Aber unter dem Strich: Google will das beste Nutzererlebnis liefern. Wenn also auf einer frischen und jungen Domain ein besserer Inhalt liegt als auf einer uralten Domain, dann wird die Tendenz dahingehen, dass Google immer die bessere Domain belohnen wird. Das heißt: es gibt ein paar Kniffe wie Domainnamen und co., aber die Zeit ist eigentlich vorbei. Ich selber habe vor Kurzem erst fünfzig bis siebzig Domains, die ich seit Jahren im Portfolio habe und bei denen ich dachte, ich würde irgendwann etwas mit ihnen machen, gelöscht beziehungsweise nicht mehr verlängert bei meinem Provider, sodass sie wieder neu reserviert werden können. Ich habe auch nicht versucht, diese Domains groß zu verkaufen, da es keine 1A Topnamen waren, sondern auch viele Thema und Ort Kombinationen, Domains, mit hohem Suchvolumen etc. Aber auch das ergibt nur Sinn, wenn du explizit ein Projekt auf dieser Domain aufbaust.

6. Fazit

Abschließend also: ich sage tendenziell eher Praxis- und Brandnamen wählen, möglichst einfach, schauen, dass man sich drum herum alles absichert, dass man sichergeht, dass die Domain einem selbst gehört, dass man die Domain und alle ähnlichen Varianten reserviert, damit man den ganzen Pool an Domains hat und diese sollte man dann alle an die Hauptdomain weiterleiten. Aber frag da am besten deinen Techniker, denn es gibt verschiedene Arten der Weiterleitung. Eine, die sehr einfach ist, ist leider nicht immer die beste. Denn dann ist es streng genommen so eingestellt, dass deine Website unter drei, vier, fünf oder mehr Domains denselben Inhalt abgelegt hat. Das führt dann jedoch zu dem sogenannten „Duplicate Content Problem“, das du vermeiden solltest. Lass dich also bestenfalls beraten, wie du alle diese Domains seriös auf eine Hauptdomain weiterleitest, sodass Google eben genau weiß, dass da nicht verschiedene Domains mit dem gleichen Inhalt liegen, denn das ist nicht gut. Abschließend kann ich dir noch sagen: wenn du es nicht schaffst, deine Praxis Website zur Marke zu machen, dann wird dir der Domainname so oder so nicht helfen. Die Wahl des Domainnamens halt also in erster Linie aus Marketingsicht eine große Relevanz. Wähle deine Domain also kurz und prägnant um deinen oder den Praxisnamen herum – der genaue Name ist da nochmal eine Frage der Positionierung: möchtest du eine Marke um dich herum aufbauen oder setzt du mehr auf ein größeres Team? Aber unabhängig davon ist wichtig, dass es viele Mythen rund um die Domain gibt, aber grundsätzlich gilt: mach gute Inhalte, schaffe eine gute Nutzererfahrung und egal, wie die Domain heißt, wirst du so einen Vorteil haben. Was man vielleicht noch sagen muss: es ist tendenziell schwieriger, beispielsweise mit einer UK Domain in den deutschen Suchergebnissen zu ranken. Es ist also schon relevant, dass die Endung landeskonform ist. Denn wenn du darauf setzt, weil die Domain sonst schon vergeben ist, hast du dann eher einen Nachteil, weil Google sich genau anschaut, wo die Domain gemeldet ist und welchem Land sie zugeordnet ist. Schau also, je nachdem wo du bist, dass du beispielsweise .de, .ch oder .at Domains wählst.

Ich hoffe, du hast schon den richtigen Domainnamen für dich finden können oder, wenn du gerade davor stehst, hast du jetzt ein bisschen mehr Klarheit gewinnen können, um die Mythen zu verstehen. Bei Fragen, melde dich gerne über das Kontaktformular!